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12 (1862) Über Ludwig Börne
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des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! AufHambach hielt der französische Liberalismus seinetrunkensten Bergpredigten, und sprach man auchviel Unvernünftiges, so ward doch die Vernunftselber anerkannt als jene höchste Autorität, die dabindet und löset und den Gesetzen ihre Gesetze vor-schreibt; auf der Wartburg hingegen herrschte jenerbeschränkte Tcutomanismus, der Viel von Liebe undGlaube greinte, dessen Liebe aber nichts Anders war,als Hass des Fremden, und dessen Glaube nur inder Unvernunft bestand, und der in seiner Unwis-senheit nichts Besseres zu erfinden wusstc, als Bü-cher zu verbrennen! Ich sage: Unwissenheit, dennin dieser Beziehung war jene frühere Opposition,die wir unter dem Namendie Altdeutschen" ken-nen, noch großartiger als die neuere Opposition,obgleich diese nicht gar besonders durch Gelehrsam-keit glänzt. Eben Derjenige, welcher das Büchcr-vcrbrenncn auf der Wartburg in Vorschlag brachte,war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, dasje auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten her-ausgab wahrhaftig, dieses Subjekt hätte auch Brö-der's lateinische Grammatik ins Feuer werfen sollen!

Sonderbar! trotz ihrer Unwissenheit hatten diesogenannten Altdeutschen von der deutschen Gclahrt-hcit einen gewissen Pedantismus geborgt, der eben