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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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gleich cincn Ths-dansant gegeben, zur Feier dergroßen Begebenheiten, und dcsshalb roch dos ganzeMeer nach Kuchen. Ich lief wie wahnsinnig imHause herum, uud küsstc zuerst die dicke Wirthin,und dann ihren freundlichen Scewolf, auch um-armte ich den preußischen Zustizkommissarius, umdessen Lippen freilich das frostige Lächeln des Un-glaubens nicht ganz verschwand. Sogar den Hol-länder drückte ich an mein Herz . . . Aber diesesindifferente Fettgcsicht blieb kühl und ruhig, undich glaube, wär' ihm die Zulinssonnc in Personum den Hals gefallen, Mynhccr würde nur in einengelinden Schweiß, aber keineswegs in Flammen ge-rathcn sein. Diese Nüchternheit inmitten einer all-gemeinen Begeisterung ist empörend. Wie die Spar-taner ihre Kinder vor der Trunkenheit bewahrten,indem sie ihnen als warnendes Beispiel einen be-rauschten Heloten zeigten, so sollten wir in unserenErziehungsanstalten einen Holländer füttern, dessensympathiclosc, gchäbigc Fischnatur den Kindern cincnAbscheu vor der Nüchternheit einflößen möge. Wahr-lich, diese holländische Nüchternheit ist ein weit fata-leres Laster, als die Besoffenheit eines Heloten. Ichmöchte Mynhccr prügeln . . .

Aber nein, keine Exccssc! Die Pariser habenuns ein so brillantes Beispiel von Schonung ge-