Helgoland, den 6. August.
Während sein Heer mit den Langobardenkämpfte, saß der König der Heruler rnhig in sei-nem Zelte nnd spielte Schach. Er bedrohte mit demTode Denjenigen, der ihm eine Niederlage meldenwürde. Der Späher, der, auf einem Banmc sitzend,dem Kampfe zuschaute, rief immer: „Wir siegen!wir siegen!" — bis er endlich laut aufseufzte: „Un-glücklicher König! Unglückliches Volk der Hcrnler!"Da merkte der König, dass die Schlacht verloren,aber zu spät! Denn die Langobarden drangen zugleicher Zeit in sein Zelt und erstachen ihn . . .
Eben diese Geschichte las ich in Paul Warne-fried, als daS dicke ZcitungSpackct mit den war-men, glühend heißen Neuigkeiten vom festen Landeankam. Es waren Sonnenstrahl«!, eingewickelt inDruckpapier, und sie entflammten meine Seele biszum wildesten Brand. Mir war, als könnte ichden ganzen Ocean bis zum Nordpol anzünden mitden Gluthen der Begeisterung und der tollen Freude,die in mir loderten. Jetzt weiß ich auch, warum dieganze See nach Kuchen roch. Der Scine-Fluss hattedie gute Nachricht unmittelbar in§ Meer verbreitet,nnd in ihren Krystallpallästcn haben die schönen Was-scrfraucn, die von jeher allem Hcldenthum hold,
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