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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
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den Frieden von Campo Formio herbeigeführt.Der Kobentzcl dachte gewiß: „Mein Kaiser hat soviel Porzellan, und Das gicbt ein Unglück, wennder Kerl nach Wien käme und gar zu feurig inEifer gericthe — das Beste ist, wir machen mit ihmFriede." Wahrscheinlich in jener Stunde, als zuUdine das Porzcllanservice von Kobcntzel zu Bodenpurzelte und in lauter Scherben zerbrach, zittertezu Wien alles Porzellan, und nicht bloß die Kasfe-kanncn und Tassen, sondern auch die chinesischenPagoden, sie nickten mit den Köpfen vielleicht hasti-ger als je, und der Friede wurde ratificiert. InBildcrläden sieht man den Napoleon gewöhnlich,wie er auf bäumendem Ross den Simplon besteigt,wie er mit hochgcschwungener Fahne über die Brückevon Lodi stürmt u. s. w. Wenn ich aber ein Malerwäre, so würde ich ihn darstellen, wie er das Ser-vice von Kobentzel zerschlägt. Das war seine erfolg-reichste That. Zeder König fürchtete seitdem fürsein Porzellan, und gar besondere Angst überkamdie Berliner wegen ihrer großen Porzellanfabrik.Sic haben keinen Begriff davon, liebster Heine,wie man ourch den Besitz von schönem Porzellanim Zaum gehalten wird. Sehen Sie z. B. mich,der ich einst so wild war, als ich wenig Gepäckhatte und gar kein Porzellan. Mit dem Bcsitzthum,