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Alles für sich gewonnen und auch die Langsamen und Be-dächtigen in Bewegung gesetzt. Es lag in dem Manne Et-
rungsverfassung verglich, solche Satyren, daß Schleiermachcr,dem das Wasser auf seine Mühle war, nicht aus dem Lachenund Schütteln kam. Lustige Anecdoten würzten das Sympo-sion. Unter Anderem fragte ich Stein: „Wo es ihm amBesten gefallen, und wo er sich am Wohlstcn gefühlt habe?"Und der große Welt- und Staatsmann nannte nicht Berlin,nicht Petersburg, nicht Wien, nicht London, sondern das stillekleine Wetter an der Ruhr; „Da habe ich," setzte er hinzu, „ineiner schönen Gegend die Seligkeit der Einsamkeit genossen.Ein Stachel der Sehnsucht dahin ist mir geblieben, ich hängedaran mit Liebe." So sprach, dachte und handelte er; derKern des wahre» Lebens war in ihm gesund und frisch, undbei aller Weltbildung, war ihm Einfalt und Redlichkeitgeblieben; diese Einfalt und Redlichkeit war eben der Be-weis seiner echten, humanen Durchbildung. Dem tiefenAuge seines Herzens konnte er erst ganz folgen, als wie er,nach seinen Wünschen, als wirklich fungirender Staacs-minister abgetreten war und seinen Abschied genommen hatte.Alle Unruhen und Arbeiten, alle Abhaltungen und Anläufe,die mit einer so hochgestellten Wirksamkeit nothwcndig ver-bunden sind, sah er jetzt von sich genommen, und er war nunäußerlich frei, wie er es innerlich immer gewesen. Es wareine Wonne, ihn davon reden zu hören. Keineswcges warer, als er sich vom Schauplatz des öffentlichen Wirkens zu-rückzog, lebensmüde, abgespannt, und grämlich. Wenngleichdas Alter mit seiner Schwerfälligkeit und Langsamkeit, mit sei-nen Schwächen und seinem Hange zur Ausruhung körperlichbei ihm eingetreten war, so war doch sein Geist jung, lebendigund frisch geblieben, und er blieb es bis ans Ende. Aber eslebte und trieb in seinem Innern etwas Höheres und Besseres,und im Ewigen athmcnd, war ihm der Kreislauf des Irdischen,in dem er zwar andere Modifikationen sah, aber nichts Neuesmehr fand, ein gähnendes Einerlei. Wie alle großen Männernach einem thatenreichen Leben, zog er sich in die Einsamkeitund deren Genüsse zurück, und er wählte nicht die Zerstreuun-gen und Bequemlichkeiten einer großen volkreichen Stadt, sondern
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