Die deutsche Litleratnr,
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cS sein, die uns tvieder vom neueren Wvrtdienst erlösen nnd wiedereine Natnrreligivn begründen, eine Religion, wo wieder freudigeGötter nus Wäldern und Steinen hervorwachsen nnd auch die Men-schen sich göttlich freuen. Die katholische Kirche hat jene Gefährlich-keit des Mysticisiuus immer tief gefühlt; daher im Mittelalter be-förderte sie mehr das Studium des Aristoteles als des Plato; daherim vorigen Jahrhundert ihr Kampf gegen den JansenismuS; undzeigt sie sich heutzutage sehr freundlich gegen Männer wie Schlegel,Gvrres, Haller, Müller ?c,, so betrachtet sie solche doch nur wieGuerillas, die man in schlimmen Kricgszciten, wo die stehendenGlaubcnsarmecn etwas zusammengeschmolzen sind, gut gebrauchenkann, und späterhin in FriedcnSzcit gehörig unterdrücken wird. Eswürde zu weil führen, wenn wir nachweisen wollten, wie auch imOriente der MysticismuS den Autoritätsglauben sprengt, wie z, B.nus dein Sufismus in der neuesten Zeit Sekten entstanden, derenRcligionsbcgrisfe von der erhabensten Art sind.
Wir können nicht genug rühmen, mit welchem Scharfsinne HerrMenzel vom Protestantismus und Katholizismus spricht, in diesemdas Prinzip der Stabilität, in jenem das Prinzip der Evolution er-kennend, In dieser Hinsicht bemerkt er sehr richtig unter der Ru-brik „Religion":
„Der Erstarrung muß die Bewegung, dem Tode das Leben,dem unveränderlichen Sein ein ewiges Werden sich entgegensetzen.Hierin allein hat der Protestantismus seine große welthistorische Be-deutung gefunden. Er hat mit der jugendlichen Kraft, die nach höhererEntwickelung drängt, der greisen Erstarrung gewehrt. Er hat einNaturgesetz zu dem seinigcu gemacht, und mit diesem allein kann ersiegen. Diejenigen unter den Protestanten also, welche selbst wiederin eine andere Art von Starrsucht verfallen sind, die Orthodoxen,haben das eigentliche Interesse des Kampfes aufgegeben, Sie sindstehen geblieben und dürfen von Rechts wegen sich nicht beklagen, daßdie Katholiken auch stehen geblieben sind, Alan kann nur durchewigen Fortschritt oder gar nicht gewinnen. Wo man stehen bleibt,ist ganz einerlei, so einerlei, als Ivo die Uhr stehen bleibt, Sie istda, damit sie geht,"
Das Thema des Protestantismus führt uns auf dessen würdigenVerfechter, Johann Heinrich Voß, den Herr Menzel bei jeder Ge-legenheit mit den härtesten Worten und durch die bittersten Zu-sammenstellungen verunglimpft. Hierüber können wir nicht bestimmtgenug unseren Tadel aussprechen. Wenn der Verfasser unserenseligen Voß einen „ungeschlachten niedersächsischen Bauer" nennt,sollten wir fast auf den Argwohn geraten, er neige selber zu derPartei jener Ritterlinge und Pfaffen, wogegen Voß so wacker ge-kämpft hat. Jene Partei ist zu mächtig, als daß man mit einem