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12 (1898) Vermischte Schriften
Entstehung
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Über den Denunzianten,

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Sagen der Erde, an allen Küsten lauscht es mit tausend neugierigenWellenohren, und die Flüsse, die zu ihm hinadströmen, bringen ihmalle Nachrichten, die sie in den entferntesten Vinnenlanden erkundetoder gar aus dem Geschwatze der kleinen Bäche und Bergquellcu er-horcht haben, — Wenn einem aber das Meer seine Geheimnisseoffenbart und einem das große Welterlösnngswort ins Herz ge-flüstert, dann ade, Ruhe! Ade, stille Traume! Ade, Novellen nndKomödien, die ich schon so hübsch begonnen, und die nun schwerlichso bald fortgesetzt werden!

Die goldenen Engelsfarben sind seitdem auf meiner Palette fasteingetrocknet, und flüssig blieb darauf nur ein schreiendes Rot, daswie Blut aussieht, und womit man nur rote Löwen malt. Ja, meinnächstes Buch wird wohl ganz nnd gar ein roter Löwe werden,welche? ein verchrungswürdiges Publikum nach obigem Geständnissegefälligst entschuldigen möge, —

Paris, den 17. Oktober 1SS3,

Heinrich Heine.

Über den Denunzianten.

Vorwort zum dritten Teile des „Salon".

(1837.)

Ich habe diesem Buche einige sehr unerfreuliche Bemerkungenvoranzuschicken, und vielmehr über das, was es nicht enthält, alsüber den Inhalt selbst mich auszusprechen. Was letzteren betrifft, sosteht zu berichten, daß ich von den „Flvrcntinischen Nächten" die Fort-setzung, worin mancherlei Tagesinteressen ihr Echo fanden, nicht mit-teilen konnte. Die „Elementargeistcr" sind nur die deutsche Be-arbeitung eines Kapitels ans meinem Buche „Os ;alles, was ins Gebiet der Politik und der Stnatsrcligion hiniiber-spielte, ward gewissenhaft ausgemerzt, und nichts blieb übrig, alseine Reihe harmloser Märchen, die, gleich den Novellen des Deka-mervne, dazu dienen könnten, jene pestilenzielle Wirklichkeit, die uns