Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
391
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XVIII.

Ucber Kornsperren und einige verwandteGegenstände *).

Die Kornprcise stehen noch immer so anßeror-Hentlich hoch, die Noth unter den bedürftiger» Volks/blasse» steigt immer höher; fast sind sie nicht imStande, so viel wöchentlich zu verdienen, als sie zurAnschaffung des erforderlichen Brotes für sich und'ihre oft zahlreichen Familien nöthig haben. Und doch-sind der Bedürfnisse außerdem noch so viele. Aufkurze Zeit können Tagelöhner und Handwerker einesolche Theurung noch wohl aushalten; sie schränkenk sich ein, machen etwas Schulden, versetzen dafür und«erkaufen ihre Kleidung und entbehrliche HauSgeräthe,schlich zu ihrem Schaden. Aber die Theurung wäh-nt nun so lange schon, und nimmt, was sonst ge-wöhnlich ist, mit November, wo das Korn allgemeinzcdroschcn wird, nicht ab. Das Gartengemüse, insbe-i sondere Kartoffeln schützen jetzt in etwa noch vor dem^ Hunger; aber diese Gemüse werden um so stärker an-Misfen, und gehen um so schneller zu Ende. Soll»lsdann nicht allgemeines Elend eintreten, so

') Frage» aus zwei) Aufsätzen des Herausgebers imWests. Anz. Jahrg. igo», B. IX., S. 1497. u. B.VUI.S. ,82 f. Hier noch immer vielleicht nicht ganz ohneNutzen abgedruckt, zumahl sie sich aus Tharsacheu derZeit beziehen,