Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
344
Einzelbild herunterladen
 

sorgniss, da bereits den Dircctoren von Düsseldorfund Elberfeld, jedem ein Gehalt von tausendMehle, ansgemittelt ist. Wirklich sind auch die Gründedafür zu erheblich. Denn selten gibt es schicklicheSubjecte, welche sonst keine Geschäfte und zugleichein hinlängliches Vermögen hatten, um sich dem Ge-meinwohl ihrer Mitbürger ohne alle Rücksicht undBelohnung widmen zu können; und selbst be» solchenmiisirc man, was man doch gewiß nic« t immer kann,sowohl die Geschicklichkeit, als den moralischen Antriebdazu voraussetzen. Mitbürger können von Mitbürgerneine solche Aufopferung auch eben so wenig rechtlichfordern, als man von Einzelnen erwarten kann oderdarf, daß sie- ihren Erwerbzweig vernachlaßigen undsich und ihre Familien rninircn sollen, um ihren Mit-bürgern zu dienen; ja ein solches Zurückgehen odergar Verarmen zum Lohn für geleistete Dienste Wareeine Schande für die Munizipalität und für ein cul-rivirtcs Zeitalter, lleberhaupt dürsten sich schwerlich,seltene Ausnahmen abgerechnet, Subjecte finden, welchegutwillig umsonst dienen würden; gezwungener Dienstaber ist wenig Werth. Frohndcn, welche der neuereZeitgeist abgeschafft hat, haben selten viel Heil ge-bracht. Der Bauer gibt seinem Gesinde so vielLohn, daß es seine nothwcndigen Bedürfnisse bestreiten,und auch zuweilen noch einen frohen Tag sich machen jkann; darf der Staat an seinen Beamten weniger