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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Welt gemacht, wie Jenny Lind. Die Nachrichten,die uns darüber aus England zukommen, grenzenans Unglaubliche. In den Zeitungen klingen nurPosauncnstöße, Fanfaren des Triumphes; wir hörennur Pindar'schc Lobgcsängc. Ein Freund erzähltemir von einer englischen Stadt, wo alle Glockengeläutet wurden, als die schwedische Nachtigall dortihren Einzug hielt; der dortige Bischof feierte die-ses Ereignis durch eine merkwürdige Predigt. Inseinem anglikanischen Episkopalkostümc, welches derLcichcnbittcrtracht eines LRczf clas tunk--

Uros nicht unähnlich, bestieg er die Kanzel derHauptkirchc, und begrüßte die Neuangekommene alseinen Heiland in WeibSklcidcrn, als eine Frau Er-lösern!, die vom Himmel herabgestiegen, um nnsreSeelen durch ihren Gesang von der Sünde zu be-freien, während die andern Kantatriccn eben so vieleTcusclinnen seien, die uns hincintrillcrn in denRachen des Satanas. Die Jtaliäncrinncn Grisiund Persiani müssen vor Neid und Ärger jetzt gelbwerden wie Kanarienvögel, während nnsre Jenny,die schwedische Nachtigall, von einem Triumph zumandern flattert. Ich sage nnsre Jenny, denn imGrunde repräsentiert die schwedische Nachtigall nichtexklusive das kleine Schweden, sondern sie reprä-sentiert die ganze germanische StnmmcSgcnosscnschaft,