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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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dcr Tantiömc. Eincu ungeheuren Beifall findetScribc's neue Oper: „Dic Sirene," wozu Auberdic Musik geschrieben. Autor uud Komponist pusscugauz für einander; sie Huben den rufsiuicrtcsteuSinn für das Interessante, sie wissen uns ange-nehm zu unterhalten, sie entzücken und blenden unssogar durch die glänzenden Facetten ihres Esprits,sie besitzen ein gewisses Filigrantalcnt dcr Verknüp-fung allerliebster Kleinigkeiten, und man vcrgisstbei ihnen, dass es eine Poesie gicbt. Sic sind eineArt Kunstlorcttcn, welche alle Gespenstergeschichtendcr Vergangenheit aus unserer Erinnerung fort-lächeln, und mit ihrem koketten Getändel wie mitPfancnfächcrn dic sumsenden Zuknnftgcdankcn, dieunsichtbaren Mücken, von uns abwedeln. Zu dieserharmlos buhlerischen Gattung gehört auch Adam,dcr mit seinem „Eagliostro" ebenfalls in dcr Opcra-comiquc sehr leichtfertige Lorbcrcn eingeerntet. Adamist eine liebenswürdig erfreuliche Erscheinung undein Talent, welches noch großer Entwicklung fähigist. Eine rühmliche Erwähnung verdient auch Tho-mas, dessen Operette „Mina" viel Glück gemacht.

Alle diese Triumphe übertraf jedoch die Vogucdes „Deserteurs," einer alten Oper von Monsigny,welche dic Opcra-comique aus den Kartons derVergessenheit hervorzog. Hier ist echt französische