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in der großen Oper. Anch über die Sänger wnrdcdort viel geklagt, mit dem Unterschied, dass dieJtaliäner manchmal nicht singen wollten, und diearmen französischen Sangeshclden nicht singen konn-ten. Nur das kostbare Nachtigallcnpaar, SignorMario und Signora Grift, waren immer pünktlichauf ihrem Posten in der Salle Vcntadour, undtrillerten uns dort den blühendsten Frühling vor,während draußen Schnee und Wind, und Forte-pianokonccrtc, und Dcputiertenkammcrdcbatten, undPolkawahnsinn. Ja, das sind holdselige Nachtigallen,und die italiänischc Oper ist der ewig blühendesingende Wald, wohin ich oft flüchte, wenn winter-licher Trübsinn mich umnebelt oder der Lcbcnsfrostunerträglich wird. Dort, im süßen Winkel eineretwas verdeckten Loge, wird man wieder angenehmerwärmt, und man verblutet wenigstens nicht inder Kälte. Der melodische Zauber verwandelt dortin Poesie, was eben noch täppische Wirklichkeit war,der Schmerz verliert sich in Blumcnarabesken, undbald lacht wieder das Herz. Welche Wonne, wennMario singt, und in den Augen der Grisi die Tönedes geliebten Sprosscrs sich gleichsam abspiegelnwie ein sichtbares Echo! Welche Lust, wenn dieGrisi singt, und in ihrer Stimme der zärtliche Blickund das beglückte Lächeln des Mario melodisch