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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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und sprach folgendermaßen zu sciucr erlauchten Mit-muune: „Unseliger Pharao! du bist an meinem Un-glück schuld. Ließest du die Kinder Israel nicht ausdem Lande Ägypten fortziehen, oder hättest du siesämmtlich im Nil ersäufen lassen, so wäre ich nichtdurch Mcycrbccr und Mendelssohn aus Berlin ver-drängt worden, und ich dirigierte dort noch immerdie große Oper und die Hofkonccrtc. Unseliger Pha-rao, schwacher Krokodilcnkönig, durch deine halbenMaßregeln geschah es, dass ich jetzt ein zu Grundegerichteter Mann bin — und Moses und Halcvyund Mendelssohn und Mcycrbccr haben gesiegt!"Solche Reden hält der unglückliche Mann, und wirkönnen ihm unser Mitleid nicht versagen.

WaS Meyerbccr betrifft, so wird, wie obenangedeutet, sein „Prophet" noch lange Zeit aus-bleiben. Er selbst aber wird nicht, wie die Zeitungenjüngst meldeten, für immer in Berlin seinen Aufent-halt nehmen. Er wird, wie bisher, abwechselnd dieeine Hälfte des Jahres hier in Paris und die an-dere in Berlin zubringen, wozu er sich förmlichverpflichtet hat. Seine Lage erinnert so ziemlich anProscrpina, nur dass der arme Maestro hier wiedort seine Hölle und seine Höllcnqnal findet. Wirerwarten ihn noch diesen Sommer hier, in derschönen Unterwelt, wo schon einige Schock musikali-