jüngst eine Nocturne von ihm gehört, die wie auf-gelöst war in Schönheit. Man glaubte sich entrücktin eine italiänische Mondnacht, mit stillen Cypresscn-allcen, schimmernd weißen Statuen und träumerischplätschernden Springbrunnen. Ernst hat, wie be-kannt ist, in Hannover seine Entlassung genommen,und ist nicht mehr königlich hannöverschcr Konccrt-mcister. Das war auch kein passender Platz fürihn. Er wäre weit eher geeignet, am Hofe irgendeiner Feenkönigin, wie z. B. der Frau Morgane,die Kammermusik zu leiten; hier fände er ein Audi-torium, das ihn am besten verstünde, und daruntermanche hohe Herrschaften, die eben so kunstsinnigwie fabelhaft, z. B. den König Artus, Dietrich vonBern, Ogier den Dänen u. A. Und welche Damenwürden ihm hier applaudieren! Die blonden Hanno-verancrinnen mögen gewiss hübsch sein, aber siesind doch nur Heidschnuckcn in Vcrgleichnng miteiner Fee Melior, mit der Dame Almude, mit derKönigin Gcncvra, der schönen Melusine und andernberühmten Frauenspersonen, die sich am Hofe derKönigin Morgane in Avalun aufhalten. An diesemHofe (an keinem andern) hoffen wir einst dem vor-trefflichen Künstler zu begegnen, denn auch uns hatman dort eine vorthcilhaftc Anstellung versprochen.
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