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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
408
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Freigebigkeit, ausposaunt durch die glaubwürdigstenJournale, lockt Rekruten in jeder Stadt. Nichts-destoweniger mag es der Fall sein, dass nnscr FranzLißt wirklich von Natur sehr spendabel und freiwäre von Gcldgciz, einem schäbigen Laster, das sovielen Virtuosen anklebt, namentlich den Jtaliäncrn,und das wir sogar bei dem flötensüßcn Rubini fin-den, von dessen Filz eine in jeder Beziehung sehrspaßhafte Anekdote erzählt wird. Der berühmte Sän-ger hatte nämlich in Verbindung mit Franz Lißteine Knnstrcisc ans gemeinschaftliche Kosten unter-nommen, und der Profit der Konccrtc, die man inverschiedenen Städten geben wollte, sollte gcthciltwerden. Der große Pianist, der überall den Gene-ralintendanten seiner Berühmtheit, den schon er-wähnten Signor Bclloni, mit sich herumführt, über-trug Demselben bei dieser Gelegenheit alles Geschäft-liche. Als der Signor Belloni aber nach beendigterGeschäftsführung seine Rechnung eingab, bemerkteRubini mit Entsetzen, dass unter den gemeinsamenAusgaben auch eine bedeutende Summe für Lor-berkränzc, Blumcnbouqnctc, Lobgcdichtc und son-stige OvationSkostcn angesetzt war. Der naive Sän-ger hatte sich eingebildet, dass man ihm seiner schö-nen Stimme wegen solcheBcifallszcichcn zugeschmissen,er gericth jetzt in großen Zorn, und wollte durch-