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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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dessen Spccialitüt weibliche Krankheiten sind, undden ich über den Zauber befragte, den unser Lißtauf sein Publikum ausübt, lächelte äußerst sonder-bar und sprach dabei allerlei von Magnetismus,Galvanismus, Elektrizität, von der Kontagion ineinem schwülen, mit unzähligen Wachskerzen undeinigen hundert parfümierten und schwitzenden Men-schen angefüllten Saale, von Histrionalcpilcpsis, vonden Phänomenen des Kitzclns, von musikalischen Kan-tharidcn und andern scabroscn Dingen, welche, glaub'ich, Bezug haben auf die Mysterien der dvna ciaa.Vielleicht aber liegt die Lösung der Frage nicht soabenteuerlich tief, sondern auf einer sehr prosaischenOberfläche. Es will mich manchmal bcdünkcn, dieganze Hexerei ließe sich dadurch erklären, dass Nie-mand ans dieser Welt seine Succcssc, oder vielmehrdie Niss «zu soons derselben, so gut zu organisierenweiß, wie unser Franz Lißt. In dieser Kunst ist erein Genie, ein Philadelphia, ein Bosko-, ein Hou-din, ja, ein Mcycrbccr. Die vornehmsten Personendienen ihm gratis als Kompsrcs, und seine Micth-cnthusiastcn sind musterhaft dressiert. Knallende Cham-pagncrflaschcn und der Ruf von verschwenderischer

mir noch nie so deutlich und so beängstigend entgegen ge-treten, wie in dein Koncert von Lißt."

Der Herausgeber.