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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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und schön. Von schicfmäuligcr Exccntricität ist hierkeine Spur, Hilter besitzt eine artistische Wahlver-wandtschaft mit seinem Landsmann Wolfgang Goethe.Auch Hitler ward geboren zu Frankfurt, wo ich beimeiner letzten Durchreise sein väterliches Haus sah;es ist genanntZum grünen Frosch," und das Ab-bild eines Frosches ist über der Hausthürc zu sehen.Hillcr's Kompositionen erinnern aber nie an solchunmusikalische Bestie, sondern nur an Nachtigallen,Lerchen und sonstiges Frühlingsgevögcl.

An konccrtgcbcndcn Pianisten hat es auch die-ses Jahr nicht gefehlt. Namentlich die Jdcn desMärzen waren in dieser Beziehung sehr bedenklicheTage. Das Alles klimpert drauf los und will ge-hört sein, und sei es auch nur zum Schein, umjenseits der Barriere von Paris sich als große Cele-brität gebärden zu dürfen. Den erbettelten oder er-schlichenen Fetzen Fcnillctonlob wissen die Kunst-jünger, zumal in Deutschland, gehörig auszubeuten,und in den dortigen Reklamen heißt es dann, dasberühmte Genie, der große Rudolf W. sei ange-kommen, der Nebenbuhler von Lißt und Thalbcrg,der Klavicrhcros, der in Paris so großes Aufsehenerregt habe und sogar von dem Kritiker Jnlcs Za-nin gelobt worden, Hosianna! Wer nun eine solchearme Fliege zufällig in Paris gesehen hat, und

Hciue's Werke Bd. XI. ->g