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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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lungcn crlcbtc. So wie in Prag, suchte der alteDcssaucr auch in Wien seine Talente geltend zumachen, doch die Klique, welche sür Mozart, Beet-hoven und Schubert schwärmt, ließ ihn nicht auf-kommen; man verstand ihn nicht, was schon wegenseiner kauderwelschen Mundart und einer gewissennäselnden Aussprache des Deutschen, die an fauleEier erinnert, sehr erklärlich. Vielleicht auch verstandman ihn und eben dcsswcgcn wollte man Nichtsvon ihm wissen. Dabei litt er an Hämorrhoiden,auch Harnbeschwerden, und er bekam, wie er sichausdruckt, die Melancholik. Um sich zu erheitern,ging er nach Paris, und hier gewann er die Gunstdes berühmten Herrn Moritz Schlesinger, der seineLicdcrkompositionen in Verlag nahm; als Honorarerhielt er von demselben eine goldene Uhr. Als deralte Dcssaucr sich nach einiger Zeit zu seinem Gön-ner begab und ihm anzeigte, dass die Uhr nicht gehe,crwicdcrte Derselbe:Gehen? Habe ich gesagt, dasssie gehen wird? Gehen Ihre Kompositionen? Esgeht mir mit Ihren Kompositionen, wie es Ihnenmit meiner Uhr geht sie gehen nicht." So sprachder Musikantenbcherrschcr Moritz Schlesinger, in-dem er den Kragen seiner Kravattc in die Höhezupfte und am Halse hcrumhaspclte, als werde ihmdir Binde Plötzlich zu enge, wie er zu thun Pflegt,