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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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rühmt geworden, und dessen Statue im BerlinerSchlossgartcn stand und seitdem umgefallen ist?Nein, thcnrer Leser! Der Dcssancr, von welchemwir reden, hat nie Lorbcren gewonnen, er schriebauch keine berühmten Märsche, und es ist ihm auchkeine Statue gesetzt worden, welche umgefallen. Erist nicht der preußische alte Dcssancr, und dieserName ist nur ein k>iour cis Amorrs oder vielleichtein Spitzname, den man ihm crtheilt hat ob sei-nem ältlichen, katzenbucklicht gekrümmten und bcnau-tcn Aussehen. Er ist ein alter Jüngling, der sichschlecht konserviert. Er ist nicht aus Dessau, imGcgcutheil er ist aus Prag, wo er im israelitischenQuartier zwei große reinliche Häuser besitzt; auchin Wien soll er ein Hans besitzen und sonstig sehrvermögend sein. Er hak also nicht nöthig zu kom-ponieren, wie die alte Mosson, die Schwiegermutterdes großen Giaeomo Meyerbcer, sagen würde. Aberaus Vorliebe für die Kunst vernachlässigte er seineHandlnngsgeschäfte, trieb Musik und komponiertefrühzeitig eine Oper, welche^) durch edle Beharrlich-keit zur Aufführung gelangte und anderthalb Vorstel-

-)welche der Besuch in Saiut-Cyr hieß und durchedle :c." hieß es ursprünglich in dem mir vorliegendenOrigiualmauuskript.

Der Herausgeber.