wohl nicht mehr an die gchcimc Sage glaubcndürfen, als habe Herr Kalkbrennen England so lange
stcrn und verleumderischen Gerüchten, die über ihn in Um-lauf waren, ein Dementi ertheilt. Er ist mit heilem Halsezurückgekehrt, die Taschen voll Guinecn und den Kopf leererals je. Triumphierend kehrt er zurück, und er erzählt uns,wie Ihre Majestät die Königin von England cutzückt war, ihnso wohl zn sehen, und wie sie sich geschmeichelt fühlte durchseinen Besuch zu Windsor oder in einem anderen Schlosse,dessen Name mir entfallen. Ja, der große Kalkbrennen istmit heilem Halse nach seiner Pariser Residenz zurückgekehrt,zu seinen Verehrern, seinen schönen Pianofortcs, die er inKompagnie mit Herrn Plehel fabriciert, zu seinen zahl-reichen Schülern, die aus allen Künstlern bestehen, mit denener nur ein einzig Mal in seinem Leben gesprochen, und znseiner Gemäldesammlung, welche, wie er behauptet, keinFürst bezahlen könne. Es versteht sich von selbst, dass erhier auch den kleinen achtjährigen Jnngen wiedergefunden,den er seinen Herrn Sohn benamst, und dem er noch mehrmusikalisches Talent als sich selber zuerkennt, indem er ihnüber Mozart stellt. Dies lymphatische, kränklich aufgeblaseneMännlcin, das auf jeden Fall in der Bescheidenheit bereitsseinen Vater übertrifft, hört sein eigenes Lob mit der uner-schütterlichsten Kaltblütigkeit an; und mit dem Air einesgclangwciltcn, der Ehrenbezeugungen der Welt -überdrüs-sigen Greises erzählt er selbst von seinen Erfolgen bei Hofe,wo die schönen Prinzessinnen ihm das weiße Händchen ge-küßt. Die Arroganz dieses Kleinen, dieses blasierten Fötus,ist eben so widerwärtig als komisch. Ich weiß nicht, ob HerrKalkbrenner in Paris gleichfalls die brave Fischhändlern?