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kommen, denn Menschen sind immer Menschen, sindempfänglich für Schmeichelei, spielen auch gern eineProtektorrollc, und eine Hand wäscht die andere;die unreinere ist aber selten die des Journalisten,und selbst der feile Lobhudler ist zugleich ein betro-gener Tropf, den man zur Hälfte mit Liebkosungenbezahlt. Man spricht von der Käuflichkeit der Presse;man irrt sich sehr. Im Gcgcnthcil, die Presse istgewöhnlich düpiert, und Dies gilt ganz besonders inBeziehung aus die berühmten Virtuosen. Berühmtsind sie eigentlich alle, nämlich in den Reklamen,die sie höchstselbst oder durch einen Bruder oderdurch ihre Frau Mutter zum Druck befördern. Esist kaum glanblich, wie dcmüthig sie in den Zeitungs-bnrcaux um die geringste Lobspcndc betteln, wie siesich krümmen und winden. Als ich noch bei deinDirektor der ^(-insstts iiiusionls" in großer Gunststand — (ach! ich habe sie durch jugendlichen Leicht-sinn verscherzt) — konnte ich so recht mit eignenAugen ansehen, wie ihm jene Berühmten nntcr-thänig zu Füßen lagen und vor ihm krochen undwedelten, um in seinen? Journale ein bisschcn ge-lobt zu werden; und von nnscrn hochgcfcicrten Vir-tuosen, die wie siegreiche Fürsten in allen Haupt-städten Europa's sich huldigen lassen, könnte manwohl in Bcrangcr's Weise sagen, dass ans ihren
Heiue 'S Werke. Bd. XI. 24