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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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lich so prächtig auflodert, und doch inwendig soarmselig nüchtern und frostig ist. Diese kalte Pas-sion, die uns in so flammenden Redensarten auf-getischt wird, erinnert mich immer an das gebrateneEis, das die Chinesen so künstlich zu bereiten wis-sen, indem sie kleine Stückchen Gefrorenes, eingewickeltin einen dünnen Teig, einige Minuten übers Feuerhalten; ein antithetischer Leckerbissen, den man schnellverschlucken muss, und wobei man Lippe und Zungesan der heißen Rindes verbrennt, den Magen abererkältet.

Aber die herrschende Bourgeoisie muss ihrerSünden wegen nicht bloß alte klassische Tragödienund Trilogicn, die nicht klassisch sind, ausstehen,sondern die himmlischen Mächte haben ihr einennoch schauderhaftem Kunstgcnuss beschert, nämlichjenes Pianoforte, dem man jetzt nirgends mehr aus-weichen kann, das man in allen Häusern erklingenhört, in jeder Gesellschaft, Tag und Nacht. Ja,Pianoforte heißt das Marterinstrument, womit diejetzige vornehme Gesellschaft noch ganz besonderstorquiert und gezüchtigt wird für alle ihre Usur-pationen. Wenn nur nicht der Unschuldige mit leidenmüsstc! Diese ewige Klavierspielern ist nicht mehrzu ertragen! (Ach! meine Wandnachbarinncn, jungeTöchter Albion's, spielen in diesem Augenblick ein