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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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mir der selige Vcstris in den Sinn, und wie durchInspiration begriff ich Plötzlich die Bedeutung seinestiefsinnigen Wortes:Ein großer Tänzer muss tugend-haft sein!"

Von den diesjährigen Gesellschaftsbällcn kannich wenig berichten, da ich bis jetzt nur wenigeSoireen mit meiner Gegenwart beehrt habe. Diesesewige Einerlei fängt nachgerade an mich zu ennuyieren,und ich begreife nicht, wie ein Mann es auf dieLänge aushalten kann. Von Frauen begreife ich essehr gut. Für Diese ist der Putz, den sie auskramenkönnen, das Wesentlichste. Die Vorbereitungen zumBall, die Wahl der Robe, das Ankleiden, dasFrisiertwcrden, das Probelächcln vor dem Spiegel,kurz Flitterstaat und Gefallsucht sind ihnen die Haupt-sache und gewähren ihnen die gcnussrcichstc Unter-haltung. Aber für uns Männer, die wir nur demo-kratisch schwarze Fräcke und Schuhe anziehen, (dieentsetzlichen Schuhe!) für uns ist eine Soirsenur eine unerschöpfliche Quelle der Langeweile, ver-mischt mit einigen Gläsern Mandelmilch und Him-beersaft. Von der holden Musik will ich gar nichtreden-). Was die Bälle der vornehmen Welt noch

ch Statt dieses Satzes, heißt es in der AugsburgerAllgemeinen Zeitung:Die Musik besteht hier ans altab-geleierten Motiven von Rossini und Meyerbeer, den beiden