aus staatsökonomischcu Gründen, sondern vielmehrweil er die Tonkunst hasst und wohl weiß, dasssie zu Grunde gehen mnss durch Beispiel und Lei-tung eines Mannes, der, ohne Sinn für Wahrheitund Adel, nur der rohen Menge schmeicheln will."
Ich konnte nicht umhin, dem hämischen Jta-liäncr offen zu gestehen, dass es nicht klug von ihmsei, dem Nebenbuhler alles Verdienst abzusprechen.— „Nebenbuhler!" rief der Wüthcnde und wechseltezehnmal die Farbe, bis endlich die gelbe wiederdie Oberhand behielt — dann aber, sich fassend,frng er mit höhnischem Zähncflctschcn: „Wissen Sieganz gewiss, dass Meycrbeer wirklich der Komponistder Musik ist, die unter seinem Namen aufgeführtwird?" Ich stutzte nicht wenig ob dieser Tollhans-frage, und mit Erstaunen hörte ich, Mcycrbccr habein Italien einigen armen Musikern ihre Komposi-tionen abgekauft und daraus Opern verfertigt, dllaber durchgefallen seien, weil der Quark, den manihm geliefert, gar zu miserabel war. Später habeer von einem talentvollen Abbatc zu Venedig etwasBesseres erstanden, welches er dem „Crociato" ein-verleibte. Er besitze auch Webcr's hintcrlasscnc Ma-nuskripte, die er der Wittwc abgeschwatzt, und wo-raus er gewiss später schöpfen werde. Nobcrt-lc-Diablc und die Hugenotten seien größtenthcils die