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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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roux. Dieser wirkt leider sehr verderblich auf ihrTalent, denn er verleitet sie, sich in unklare Fase-leien und halbausgcbrntcte Ideen einzulassen, stattsich der heitern Lust farbenreicher und bestimmterGestaltungen hinzugeben, die Kunst der Kunst wegenübend. Mit weit wcltlichcrn Funktionen hatte GeorgeSand unfern vielgeliebten Frcderic Chopin betraut.Dieser große Musiker und Pianist war währendlanger Zeit ihr Kavaliere scrvente; vor seinem Todeentließ sie ihn; sein Amt war freilich in der letztenZeit eine Sinccure geworden.

Ich weiß nicht, wie mein Freund HeinrichLaube einst in derAllgemeinen Zeitung" mir eineÄußerung in den Mund legen konnte, die dahinlautete, als sei der damalige Liebhaber von GeorgeSand der geniale Franz Lißt gewesen. Laube'sIrrthum entstand gewiss durch Jdecn-Association,indem er die Namen zweier gleichberühmtcn Pianistenverwechselte. Ich benutze diese Gelegenheit, demguten oder vielmehr dem ästhetischen Leumund derDame einen wirklichen Dienst zu erweisen, indemich meinen deutschen Landsleuten zu Wien und Pragdie Versicherung ertheile, dass es eine der misera-belsten Verleumdungen ist, wenn dort einer dermiserabelsten Liedcrkompositcurs vom mundfaulstenDialekte, ein namenloses, kriechendes Insekt, sich