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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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chischen Kunst, und in dicscr Beziehung konnte im-merhin einer unserer Freunde die schöne Frau mitder Marmorstatnc der Venus von Milo vergleichen,die in den unteren Sälen des Louvres aufgestellt.Za, George Sand ist schön wie die Venns vonMilo; sie übertrifft diese sogar durch manche Eigen-schaften: sie ist z. B. sehr viel jünger. Die Physio-gnomcn, welche behaupten, dass die Stimme desMenschen seinen Charakter am untrüglichsten aus-spreche, würden sehr verlegen sein, wenn sie dieaußerordentliche Innigkeit einer George Sand ausihrer Stimme hcrauslauschen sollten. Letztcrc istmatt und welk, ohne Metall, jedoch sanft und an-genehm. Die Natürlichkeit ihres Sprechens verleihtihr einigen Reiz. Von Gesangsbcgabnis ist bei ihrkeine Spur; George Sand singt höchstens mit derBravour einer schönen Grisctte, die noch nicht ge-frühstückt hat oder sonst nicht eben bei Stimme ist.Das Organ von George Sand ist eben so wenigglänzend wie Das, was sie sagt. Sic hat durchausNichts von dem sprudelnden Esprit ihrer Lands-männinnen, aber auch Nichts von ihrer Geschwätzig-keit. Dieser Schweigsamkeit liegt aber weder Be-scheidenheit noch sympathetisches Versenken in dieRede eines Andern zum Grunde. Sic ist einsilbigvielmehr ans Hochmuth, weil sie dich nicht Werth