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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Freude der Stunde zu genügen; sie treiben ihn da-hin, selbst jene Ressourcen zu vergeuden, die ihnenselber zu Gute kommen dürften, sie sind manchmalsogar schuld, dass er seine Ehre cskompticrt —-kurz, sie ruinieren den Geliebten in der grauenhaf-testen Eile und mit einer schauerlichen Gründlich-keit. Montesquieu hat irgendwo in seinem Dsxritäss lois das Wesen dcö Despotismus dadurch zucharakterisieren gesucht, dass er die Despoten mitjenen Wilden verglich, die, wenn sie die Früchteeines Baumes genießen wollen, sogleich zur Axtgreifen und den Baum selbst niederfallen, und sichdann gemächlich neben dem Stamm niedersetzen undin genäschiger Hast die Früchte aufspeiscn. Ich möchtediese Vergleichung auf die erwähnten Damen an-wenden. Nach Shakspcare, der uns in der Cleo-patra, die ich einst eine L-sins sirtrstsnus genannthabe, ein tiefsinniges Beispiel solcher Fraucngcstaltcnaufgezeichnet hat, ist gewiss unser Freund Honoröde Balzac Derjenige, der sie mit der größten Treuegeschildert. Er beschreibt sie, wie ein Naturforscherirgend eine Thierart oder ein Pathologe eine Krank-heit beschreibt, ohne moralisierenden Zweck, ohneVorliebe noch Abscheu. Es ist ihm gewiss nie ein-gefallen, solche Phänomcna zu verschönern oder gar