Der Autor Hatto sehr gut seine misslichc Stel-lung begriffen und in seinem Stück Alles vermie-den, was die adligen Ritter der Religion und diebürgerlichen Schildknappen der Moral, die Legiti-misten der Politik und der Ehe, in Harnisch bringenkonnte; und der Verfechter der socialen Revolution,der in seinen Schriften das Wildeste wagte, hattesich auf der Bühne die zahmsten Schranken gesetzt,und sein nächster Zweck war, nicht auf dem Theaterseine Principien zu proklamieren, sondern vom Thea-ter Besitz zu nehmen. Dass ihm Dies gelingen könne,erregte aber eine große Furcht unter gewissen kleinenLeuten, denen die angedeuteten religiösen, politischenund moralischen Differenzen ganz fremd sind, unddie nur den gemeinsten Handwcrksintcrcsscn huldi-gen. Das sind die sogenannten Bühnendichter, diein Frankreich, eben so wie bei uns in Deutschland,eine ganz abgesonderte Klasse bilden und, wie mitder eigentlichen Literatur selbst, so auch mit denausgezeichneten Schriftstellern, deren die Nation sichrühmt, Nichts gemein haben. Letztere, mit wenigenAusnahmen, stehen dem Theater ganz fern, nurdass bei uns die großen Schriftsteller mit vornehmerGeringschätzung sich eigenwillig von der Brettcrwcltabwenden, während sie in Frankreich sich herzlichgern darauf producicrcn möchten, aber durch die
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