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aufs höchste gespannt war; aber nicht bloß dieSchaulust, sondern noch ganz andere Interessen undLeidenschaften kamen ins Spiel. Man kannte imBoraus die Kabalen, die Intrigen, die Böswillig-keiten, die sich gegen das Stück verschworen undmit dem niedrigsten Mcticrncid gemeinschaftlicheSache machten. Der kühne Autor, der durch seineRomane bei der Aristokratie und bei dem Bürger-stand gleich großes Missfallcn erregte, sollte fürseine „irreligiösen und unmoralischen Grundsätze"bei Gelegenheit eines dramatischen Debüts öffentlichbüßen; denn, wie ich Ihnen dieser Tage schrieb,^)die französische Noblesse betrachtet die Religion alseine Abwehr gegen die herandrohendcn Schrecknissedes Rcpublikanismus und protegiert sie, um ihrAnsehen zu befördern und ihre Köpfe zu schützen,während die Bourgeoisie durch die antimatrimo-nialcn Doktrinen eines George Sand ebenfalls ihreKöpfe bedroht sieht, nämlich bedroht durch einengewissen Hornschmuck, den ein verhcirathetcr Bür-gcrgardist eben so gern entbehrt, wie er gern mitdem Kreuze der Ehrenlegion geziert zu werdenwünscht.
") Vgl. den Korrespondenzbcricht vom 30. April 1840,— Scimmtl. Werke, Bd. IX, S. 64.
Der Herausgeber.