Bald nach der Jnlircvolution trat Mcycrbccrvor das Publikum mit einem ncucu Werke, daswährend den Wehen jener Revolution seinem Geisteentsprossen, mit Robert-lc-Diable, dem Helden, dernicht genau weiß, was er will, der beständig mitsich selber im Kampfe liegt, ein treues Bild desmoralischen Schwankens damaliger Zeit, einer Zeit,die sich zwischen Tugend und Laster so qualvollunruhig bewegte, in Bestrebungen und Hindernissensich aufrieb, und nicht immer genug Kraft besaß,den Anfechtungen Satan's zu widerstehen! Ich liebekeineswegs diese Oper, dieses Meisterwerk der Zag-hcit, ich sage der Zaghcit nicht bloß in Betreffdes Stoffes, sondern auch der Exekution, indemder Komponist seinem Genius noch nicht traut, nochnicht wagt, sich dem ganzen Willen desselben hinzu-geben, und der Menge zitternd dient, statt ihr un-erschrocken zu gebieten. Man hat damals Mcycrbccrmit Recht ein ängstliches Genie genannt; es man-gelte ihm der siegreiche Glaube an sich selbst, erzeigte Furcht vor der öffentlichen Meinung, derkleinste Tadel erschreckte ihn, er schmeichelte allenLaunen des Publikums, und gab links und rechtsdie eifrigsten koi^nsos eis innin, als habe er auchin der Musik die Volkssouvcränctät anerkannt undbegründe sein Regiment ans Stimmenmehrheit, im
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