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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
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Gegensätze zu Rossini, der als König von GottesGnade im Reiche der Tonkunst absolut herrschte.Diese Ängstlichkeit hat ihn im Leben noch nichtverlassen; er ist noch immer besorgt um die Mei-nung des Publikums, aber der Erfolg von Robert-lc-Diable bewirkte glücklicherweise, dass er von jenerSorge nicht belästigt wird während er arbeitet, dasser mit weit mehr Sicherheit komponiert, dass erden großen Willen seiner Seele in ihren Schöpfun-gen hervortreten lüsst. Und mit dieser erweitertenGcistcsfrciheit schrieb er die Hugenotten, worinaller Zweifel verschwunden, der innere Sclbstkampfaufgehört und der äußere Zweikampf angefangenhat, dessen kolossale Gestaltung uns in Erstaunensetzt. Erst durch dieses Werk gewann Meyerbccrsein unsterbliches Bürgerrecht in der ewigen Geister-stadt, im himmlischen Jerusalem der Kunst. In denHugenotten offenbart sich endlich Meyerbccr ohneScheu; mit unerschrockenen Linien zeichnete er hierseinen ganzen Gedanken, und Alles, was seine Brustbewegte, wagte er auszusprechen in ungezügeltenTönen.

Was dieses Werk ganz besonders auszeichnet,ist das Gleichmaß, das zwischen dem Enthusiasmusund der artistischen Vollendung stattfindet, oder, ummich besser auszudrücken, die gleiche Höhe, welche