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zur Zeit der Herrschaft Agamcmnon's und Tal-uia's.
Ich bin weit davon entfernt, die ältere fran-zösische Tragödie unbedingt zu verwerfen. Ich ehreCorneille und liebe Racine. Sie haben Meister-werke geliefert, die auf ewigen Postamenten stehenbleiben im Tempel der Kunst. Aber für das Thea-ter ist ihre Zeit vorüber, sie haben ihre Sendnngerfüllt vor einem Publikum von Edcllcutcn, die sichgern für Erben des älteren Heroismus hielten, oderwenigstens diesen Heroismus nicht kleinbürgerlich ver-warfen. Auch noch unter dem Empire konnten die Hel-den von Corneille und Racine ans die größte Sympathierechnen, damals, wo sie vor der Loge des großen Kai-sers und vor einem Parterre von Königen spielten.Diese Zeiten sind vorbei, die alte Aristokratie ist todt,und Napoleon ist todt, und der Thron ist Nichts alsein gewöhnlicher Holzstnhl, überzogen mit rothemSammet, und heute herrscht die Bourgeoisie, die Hel-den des Paul de Kock und des Eugene Scribe^).
Ein Zwittcrstil und eine Geschmacksanarchie,wie sie jetzt im Theatre Franeais vorwalten, istgreulich. Die meisten Novatorcn neigen sich gar zueinem Naturalismus, der für die höhere Tragödie
*) Die Worte: „und des Eugdne Scribe" fehlen inder französischen Ausgabe. Der Herausgeber.