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anfängt. Wenn auf der Bühne irgend eine pathe-tische Tragödie zu schauen ist, und zu gleicher Zeitvon dem liederlichen Komödiantentreibcn hinter denKoulissen hie und da ein Stück zum Vorscheinkömmt, so mahnt Dergleichen an antike Wandbil-der oder an die Fresken der Münchcncr Glyptothekund mancher italiänischcr Palazzos, wo in den Aus-schnitt-Ecken der großen historischen Gemälde lauterpossierliche Arabesken, lachende Götterspeise, Bac-chanalien und Satyridyllcn angebracht sind.
Das Thcatrc Francais besuchte ich sehr wenig;dieses Haus hat für mich etwas Ödes, Unerfreu-liches. Hier spuken noch die Gespenster der altenTragödie, mit Dolch und Giftbecher in den bleichenHänden; hier stäubt noch der Puder der klassischenPerücken. Dass man auf diesem klassischen Bodenmanchmal der modernen Romantik ihre tollen Spieleerlaubt, oder dass man den Anforderungen des äl-teren und des jüngeren Publikums durch eine Mi-schung des Klassischen und Romantischen entgegenkommt, dass man gleichsam ein tragisches Zustemi-licn gebildet hat, Das ist am unerträglichsten. Diesefranzösischen Tragödicndichtcr sind cmancipicrteSkla-ven, die immer noch ein Stück der alten klassischenKette mit sich herumschleppen; ein feines Ohr hörtbei jedem ihrer Tritte noch immer ein Geklirre, wie