— 196 —
cincm traumsnchtigcn Halbschlummcr. Iii Parishingegen, wo ich mich erst einige Stunden nachMitternacht zur Ruhe begeben konnte, war meinSchlaf wie von Eisen. Kam ich doch erst um achtUhr von Tische, und dann rollten wir ins Theater.Der Or. Detmold aus Hannover, der den verflos-senen Winter in Paris zubrachte und uns immerins Theater begleitete, hielt uns munter, wenn dieStücke auch noch so einschläfernd. Wie haben vielzusammen gelacht und kritisiert und mcdisicrt. SeienSic ruhig, Liebster, Ihrer wurde nur mit der schön-sten Anerkenntnis gedacht. Wir zollten Ihnen dasfreudigste Lob.
Sic wundern sich, dass ich so oft ins Theatergegangen; Sic wissen, der Besuch des Schauspiel-hauses gehört nicht eben zu meinen Gewohnheiten.Aus Kaprice enthielt ich mich diesen Winter desSalonlebcus, und damit die Freunde, bei denen ichselten erschien, mich nicht im Theater sähen, wählteich gewöhnlich eine Avantsccnc, in deren Ecke mansich am besten den Augen des Publikums verbergenkann. Diese Avantsccneu sind auch außerdem meineLieblingsplätzc. Man sieht hier nicht bloß, was aufdem Theater gespielt wird, sondern auch was hin-ter den Koulisscn vorgeht, hinter jenen Koulisscn,wo die Kunst aufhört und die liebe Natur wieder