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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Sechster Brief.

Mein theurer, innig geliebter Frcnnd! Mirist, als trüge ich diesen Morgen einen Kranz vonMohnblumen ans dem Haupte, der all mein Sin-nen und Denken einschläfert. Nnwirsch rüttle ichmanchmal den Kopf, und dann erwachen wohl da-rin hie und da einige Gedanken, aber gleich nickensie wieder ein und schnarchen um die Wette. DieWitze, die Flöhe des Gehirns, die zwischen denschlummernden Gedanken umherspringen, zeigen sichebenfalls nicht besonders munter, und sind vielmehrsentimental und träge. Ist es die Frühlingsluft, diedergleichen Kopfbetäubungcn verursacht, oder dieveränderte Lebensart? Hier geh' ich Abends schonum nenn Uhr zu Bette, ohne müde zu sein, ge-nieße dann keinen gesunden Schlaf, der alle Glie-der bindet, sondern wälze mich die ganze Nacht in

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