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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Ick) habe dem armen Schelm versichert, dassder Kaiser für alle Sünden der großen Armee ver-antwortlich sei, was ihm aber wenig schaden könne,da kein Teufel in der Hölle sich unterstehen würde,den Napoleon anzutasten. Der Alte gab mir gernBeifall und erzählte, wie gewöhnlich, mit geschwätzi-ger Begeisterung von der Herrlichkeit des Kaiser-reichs, der imperialen Zeit, wo Alles so goldströ-mcnd und blühend, statt dass heut zu Tage dieganze Welt so welk und abgefärbt aussieht.

War wirklich die Zeit des Kaiserreichs in Frank-reich so schön und beglückend, wie diese Bonapar-tisten, klein und groß, vom Invaliden Ricou biszur Herzogin von Abrantes, uns vorznprahlen pfle-gen? Ich glaube nicht. Die Äcker lagen brach, unddie Menschen wurden zur Schlachtbank geführt.Überall Muttcrthräncn und häusliche Verödung.Aber es geht diesen Bonapartisten wie dem versof-fenen Bettler, der die scharfsinnige Bemerkung ge-macht hatte, dass, so lange er nüchtern blieb, seineWohnung nur eine erbärmliche Hütte, sein Weibin Lumpen gehüllt und sein Kind krank und hung-rig war, dass aber, sobald er einige Gläser Brannt-wein getrunken, dieses ganze Elend sich Plötzlichänderte, seine Hütte sich in einen Pallast verwandelte,sein Weib wie eine geputzte Prinzessin aussah, und