Vater nicht durchzulassen. Vergebens suchten einigePriester, die sich im Gefolge des Papstes befanden,ihm ins Gcmüth zu reden und ihm zu bedeuten,welch einen Frevel, welche Sünde, welche Verdamm-nis er ans sich lade, wenn er Seine Heiligkeit, dasOberhaupt der Kirche, verhindere, Messe zu lesen.. . . Aber Ricou blieb unerschütterlich, er beriefsich immer auf die Unmöglichkeit, seine Konsigne zubrechen, und als der Papst dennoch weiter schreitenwollte, rief er entschlossen: rioin cio I'Lmxs-renn!" und trieb ihn mit vorgehaltenem Bajonettezurück. Nach einigen Tagen wurde der strenge Befehlwieder aufgehoben, und der Papst durfte, wie frühcr-hin, um Messe zu lesen, den großen Saal durch-wandern. Allen Anwesenden gab er dann wiederden Segen, nur nicht dem armen Ricou, den erseitdem immer mit strengem Strasblickc ansah unddem er den Rücken kehrte, während er gegen dieÜbrigen die segnende Hand ausstreckte. „Und dochkonnte ich nicht anders handeln," — setzte der alteInvalide hinzu, als er mir diese entsetzliche Geschichteerzählte, — „ich konnte nicht anders handeln, ichhatte meine Konsigne, ich mnsstc dem Kaiser gehor-chen; und auf seinen Befehl — Gott verzeih mir's!— hätte ich dem lieben Gott selber das Bajonettdurch den Leib gerannt."
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