Stelle der niedergcbrochencn Palläste, und wie ausdiesen Hütten eine neue Aristokratie hervorwuchert,die noch unerfreulicher als die ältere, nicht einmaldurch eine Idee, durch den idealen Glauben anfortgezeugte Tugend sich zu rechtfertigen sucht, son-dern nur in Erwerbnissen, die man gewöhnlich einerkleinlichen Beharrlichkeit, wo nicht gar den schmutzig-sten Lastern verdankt, im Geldbesitz, ihre letzten Gründefindet.
Wenn man diese neue Aristokratie genau be-trachtet, gewahrt man dennoch Analogien zwischenihr und der früheren Aristokratie, wie sie nämlichkurz vor ihrem Absterben sich zeigte. Der Geburts-vorzug stützte sich damals auf Papier, womit mandie Zahl der Ahnen, nicht ihre Vortrefflichkeit, be-wies. Es war eine Art Geburtspapiergcld und gabden Adligen unter Ludwig XV. und Ludwig XVI.ihren sanktionierten Werth, und klassificicrte sie nachverschiedenen Graden des Ansehens, in derselbenWeise, wie das heutige Handclspapiergeld den In-dustriellen unter Ludwig Philipp ihre Geltung giebtund ihren Rang bestimmt. Die Beurtheilung derWürde und die Abmessung des Grades, wozu diepapierncn Urkunden berechtigen, übernimmt hier dieHandclsbörse, und zeigt dabei dieselbe Gewissen-haftigkeit, womit einst der geschworene Hcraldikcr