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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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ist; wenn ihm scin kurzer Verstand die Materialitätaller Dinge noch so bündig demonstriert, so sträubtsich doch dagegen scin Gefühl; es bcschleicht ihnzuweilen das geheime Bedürfnis, in den Dingenauch etwas Urgcistigcs anzuerkennen; und diesesunklare Sehnen und Bedürfen erzeugt jene unklareEmpfindsamkeit, welche wir Sentimentalität nennen.Sentimentalität ist die Verzweiflung der Materie,die sich selber nicht genügt und nach etwas Besseremins unbestimmte Gefühl hinansschwärmt. Undin der That, ich habe gefunden, dass es eben diesentimentalen Autoren waren, die zn Hause, oderwenn ihnen der Wein die Zunge gelöst hatte, inden derbsten Zoten ihren Materialismus auskramten.Der sentimentale Ton, besonders wenn er mit pa-triotischen, sittlich religiösen Bcttclgcdankcn verbrämtist, gilt aber bei dem großen Publikum als dasKennzeichen einer schönen Seele!")

Frankreich ist das Land des Materialismus,er bekundet sich in allen Erscheinungen des hiesigenLebens. Manche begabte Geister versuchen zwarseine Wurzel auszugraben, aber diese Versuche brin-gen noch größere Misslichkeiten hervor. In den auf-

")als ein Zeichen reiner nnd edler Natnr!" hieß esin dem ältesten Abdruck.

Der Heransgebcr.