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zichungcn kennt nnd den Komödianten in die Nierensieht, wie nns Menschen der liebe Gott; Ihnen,der Sie ans den Brettern, die die Welt bedeuten,einst gelebt, geliebt und gelitten haben, wie in derWelt selbst der liebe Gott: Ihnen werde ich Wohlweder über deutsches noch französisches Theater vielNeues sagen können! Nur flüchtige Bemerkungenwage ich hier hinzuwerfen, die ein geneigtes Kopf-nicken von Ihnen erschmeicheln sollen.
So, hoffe ich, findet Ihre Bcistimmung, wasich im vorigen Briefe über das französische Lust-spiel angedeutet habe. Das sittliche Verhältnis, odervielmehr MisSvcrhältnis zwischen Mann nnd Weibist hier in Frankreich der Dünger, welcher den Bodendes Lustspiels so kostbar befruchtet. Die Ehe, odervielmehr der Ehebruch ist der Mittelpunkt allerjener Lustspiclrakctcn, die so brillant in die Höheschießen, aber eine melancholische Dunkelheit, wonicht gar einen üblen Duft zurücklassen. Die alteReligion, das katholische Christcnthnm, welche dieEhe sanktionierte und den ungetreuen Gatten mitder Hölle bedrohte, ist hier mitsammt dieser Hölleerloschen. Die Moral, die nichts Anders ist alsdie in die Sitten eingewachsene Religion, hat da-durch alle ihre Lcbcnswurzcln verloren, und ranktjetzt missmuthig welk an den dürren Stäben der