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Zweiter Brief.
. . . Odcr ist es wahr, dass wir Deutschenwirklich kein gutes Lustspiel producicrcn können undauf ewig verdammt sind, dergleichen Dichtungen vonden Franzosen zu borgen?
Ich höre, dass ihr euch in Stuttgart mit die-ser Frage so lange hcrnmgcguält, bis ihr aus Ver-zweiflung auf den Kopf des besten Lustspicldichtcrseinen Preis gesetzt habt. Wie ich vernehme, gehör-ten Sie selber, lieber Lcwald, zu den Männern derJury, und die I. G. Cotta'schc Buchhandlung hateuch so lange ohne Bier und Tabnck eingesperrtgehalten, bis ihr euer dramaturgisches Verdikt aus-gesprochen. Wenigstens habt ihr dadurch den Stoffzu einem guten Lustspiel gewonnen.
Nichts ist haltloser als die Gründe, womitman die Bejahung der oben aufgeworfenen Frage