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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
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Zahn, so wähle ich Erstcrcs. Ach, es ist Nichtsgrässlichcr, als Zahnschmerz! Das fühlte ich inPotsdam, ich vergaß alle meine Scclcnlcidcn nndbcschloss, nach Berlin zu reisen, um mir dort denkranken Zahn ausziehen zu lassen. Welche schauer-liche, grauenhafte Operation! Sic hat so Etwas vomGeköpftwerdcn. Man mnss sich auch dabei ans einenStuhl setzen und ganz still halten und ruhig denschrecklichen Ruck erwarten! Mein Haar sträubt sich,wenn ich nur daran denke. Aber die Vorsehungin ihrer Weisheit hat Alles zu unserem - Besteneingerichtet, und sogar die Schmerzen des Menschendienen am Ende nur zu seinem Heile. Freilich,Zahnschmerzen sind fürchterlich, unerträglich; dochdie wohlthätig berechnende Vorsehung hat unserenZahnschmerzen eben diesen fürchterlich unerträglichenCharakter verliehen, damit wir ans Verzweiflungendlich zum Zahnarzt laufen und uns den Zahnausreißen lassen. Wahrlich, Niemand würde sich zudieser Operation, oder vielmehr Exekution, entschlie-ßen, wenn der Zahnschmerz nur im mindesten er-träglich wäre!

Sie können sich nicht vorstellen, wie zagen undbangen Sinnes ich während der dreistündigen Fahrtim Postwagen saß. Als ich zu Berlin anlangte,war ich wie gebrochen, nnd da man in solchen Mo-