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sich dergestalt geltend gemacht, dass allen heutigenGemälden das Wappen dieser neuen Herrschaft auf-gedrückt ist? Besonders die Heiligenbilder, worandie diesjährige Ausstellung so reich ist, erregen inmir eine solche Vermuthnng. Da hängt im langenSaal eine Geißelung, deren Hauptfigur mit ihrerleidenden Miene dem Direktor einer verunglücktenAktiengesellschaft ähnlich sieht, der vor seinen Aktio-nären steht und Rechnung ablegen soll; ja, Letzteresind auch auf dem Bilde zu sehen, und zwar inder Gestalt von Henkern und Pharisäern, die gegenden Eccc-Homo schrecklich erbost sind und an ihrenAktien sehr viel Geld verloren zu haben scheinen.Der Maler soll in der Hauptfigur seinen Oheim,Herrn August Leo, porträtiert haben. Die Gesichterauf den eigentlich historischen Bildern, welche heid-nische und mittelalterliche Geschichten darstellen, er-innern ebenfalls au Kramladen, Börsenspekulation,Merkantilismus, Spicßbürgcrlichkcit. Da ist einWilhelm der Eroberer zu sehen, dem man nureine Bärcnmtttze aufzusetzen brauchte, und er ver-wandelte sich in einen Nationalgardistcn, der mitmusterhaftem Eifer die Wache bezieht, seine Wechselpünktlich bezahlt, seine Gattin ehrt und gewiss dasEhrcnlcgionSkreuz verdient. Aber gar die Porträts!Die meisten haben einen so pekuniären, eigennützigen,