mäldc sich als Produkte unsrer Gegenwart kundgeben.Alle Werke einer und derselben Periode haben näm-lich einen solchen Charakterzug, das Malcrzeichendes Zeitgeistes. Z. B. auf der Leinwand des Wat-teaux, oder des Bouchcr, oder des Vanloo, spiegeltsich ab das graciösc gepuderte Schäfcrspicl, die ge-schminkte, tändelnde Leerheit, das süßliche Reifrock-glück des herrschenden Pompadourthums, überall hell-farbig bebänderte Hirtcnstübe, nirgends ein Schwert.In entgegengesetzter Weise sind die Gemälde desDavid und seiner Schüler nur das farbige Echobcr republikanischen Tugendpcriode, die in dcn-im-pcrialistischen Kriegsruhm überschlügt, und wir sehenhier eine forcierte Begeisterung für das marmorneModelt, einen abstrakten frostigen Vcrstandesrausch,die Zeichnung korrekt, streng, schroff, die Farbetrüb, hart) unverdaulich: Spartancrsuppcn. Waswird sich aber unfern Nachkommen, wenn sie einstdie Gemälde der heutigen Maler betrachten, alsdie zeitliche Signatur offenbaren? Durch welchegemeinsame Eigcnthümlichkciten werden sich dieseBilder gleich beim ersten Blick als Erzeugnisse ansnnsrcr gegenwärtigen Periode ausweisen? Hat viel-leicht der Geist der Bourgeoisie, der Jndustrialis-mns, der jetzt das ganze sociale Leben Frankreichsdurchdringt, auch schon in den zeichnenden Künsten
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