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waren nur das träumende Spiegelbild ihrer Zeit,und sie selbst waren ganze Männer, deren Persön-lichkeit eben so gewaltig wie ihre bildende Kraft;Phidias und Michel Angela waren Männer auseinem Stück, wie ihre Bildwerke, und wie diese zuihren griechischen und katholischen Tempeln passten,so standen jene Künstler in heiliger Harmonie mitihrer Umgebung; sie trennten nicht ihre Kunst vonder Politik des Tages, sie arbeiteten nicht mit küm-merlicher Privatbcgeisterung, die sich leicht in jedenbeliebigen Stoff hineinlügt; Aeschylus hat die Persermit derselben Wahrheit gedichtet, womit er zu Ma-rathon gegen sie gefachten, und Dante schrieb seineKomödie nicht als stehender Kommissionsdichtcr,sondern als flüchtiger Guclfc, und in Verbannungund Kricgsnoth klagte er nicht über den Untergangseines Talentes, sondern über den Untergang derFreiheit.
Indessen, die neue Zeit wird auch eine neueKunst gebären, die mit ihr selbst in begeistertemEinklang sein wird, die nicht aus der verblichenenVergangenheit ihre Symbolik zu borgen braucht,und die sogar eine neue Technik, die von der seit-herigen verschieden, hervorbringen mnss. Bis dahinmöge, mit Farben und Klängen, die sclbsttrnnkcnstcSubjektivität, die wcltcntzügeltc Individualität, die