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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
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hcrnmrollt in Blut und Koth, oft Jahrhundertelang blödsinnig stillsteht, und dann wieder unbe-holfen hastig aufspringt, und in die Kreuz und indie Quer wüthct, und die wir Weltgeschichte nen-nen: so sehen wir auf dem andern Gemälde jenenoch größere Geschichte, die dennoch genug Raumhat auf einem mit Büffeln bespannten Wagen; eineGeschichte ohne Anfang und ohne Ende, die sichewig wiederholt und so einfach ist wie das Meer,wie der Himmel, wie die Jahreszeiten; eine heiligeGeschichte, die der Dichter beschreibt und deren Ar-chiv in jedem Mcnschcnherzcn zu finden ist: — dieGeschichte der Menschheit!

Wahrlich, wohlthucnd und heilsam war es, dassRobcrt's Gemälde dem Gemälde des Dclaroche zurSeite gestellt worden. Manchmal, wenn ich denCromwcll lange betrachtet und mich ganz in ihnversenkt hatte, dass ich fast seine Gedanken hörte,einsilbig harsche Worte, verdrießlich hervorgcbrummtund gezischt im Charakter jener englischen Mund-art, die dem fernen Grollen des Meeres und demSchrillen der Sturmvögel gleicht: dann rief michheimlich wieder zu sich der stille Zauber des Ncbcn-gcmäldcs, und mir war, als hörte ich lächelndenWohllaut, als hörte ich Toskana's süße Sprache

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