Tagesmcinnngcn. Das Gemälde hing in dcr großenTribüne am Eingang der langen Galeric, und da-neben hing Robcrt's eben so bedeutsames Meister-werk, gleichsam tröstend und versöhnend. In dcrThat, wenn die kriegsrohc Puritancrgcstalt, der ent-setzliche Schnitter mit dem abgemähten Königshaupt,aus dnnkclm Grunde hervortretend, den Beschauererschütterte und alle Politischen Leidenschaften in ihmaufwühlte, so ward seine Seele doch gleich wiederberuhigt durch den Anblick jener andern Schnitter,die, mit ihren schönen Ähren heimkehrend zum Ernte-fest dcr Liebe und des Friedens, im klarsten Him-mclslichtc blühten. Fühlen wir bei dem einen Ge-mälde, wie dcr große Zcitkampf noch nicht zu Ende,wie der Boden noch zittert unter unfern Füßen;hören wir hier noch das Rasen des Sturmes, derdie Welt niederzureißen droht; sehen wir hier nochden gähnenden Abgrund, der gierig die Blntströmceinschlürft, so dass grauenhafte Untcrgangsfnrcht unsergreift: so sehen wir auf dem andern Gemälde, wieruhig sicher die Erde stehen bleibt und immer lieb-reich ihre goldenen Früchte hervorbringt, wenn auchdie ganze römische Universaltragödie mit allen ihrenGladiatoren und Kaisern und Lastern und Elcphan-ten darüber hingetrampclt. Wenn wir auf dem einenGemälde jene Geschichte sehen, die sich so närrisch
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