in Lebensgröße und einfacher gemalt. Das eine zeigtdie beiden Prinzen im Tower, die Richard III. er-morden lässt. Der junge König und sein jüngererBruder sitzen auf einem altcrthümlichcn Ruhebette,und gegen die Thüre des Gefängnisses läuft ihrkleines Hündchen, das durch Bellen die Ankunft derMörder zu vcrrathcn scheint. Der junge König, nochhalb Knabe und schon halb Jüngling, ist eine über-aus rührende Gestalt. Ein gefangener König, wieSterne so richtig fühlt, ist schon an und für sichein wchmüthigcr Gedanke; und hier ist der gefan-gene König noch beinahe ein unschuldiger Knabe,und hilflos preisgegeben einem tückischen Mörder.Trotz seines zarten Alters, scheint er schon Viel gelit-ten zu haben; in seinem bleichen, kranken Antlitz liegtschon tragische Hoheit, und seine Füße, die mit ihrenlangen, blausammtncn Schnabclschuhcn vom Lagerherabhängen und doch nicht den Boden berühren, ge-ben ihm gar ein gebrochen Ansehen, wie das einergeknickten Blume. Alles Das ist, wie gesagt, sehreinfach, und wirkt desto mächtiger'"). Ach! es hatmich noch um so mehr bewegt, da ich in dem Antlitzdes unglücklichen Prinzen die lieben Frcnndcsaugenentdeckte, die mir so oft zugelächelt, und mit noch
Der SchlnjZ dieses Absatzes fehlt in den franzö-sischen Ausgaben. Der Herausgeber.