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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
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Mitte des Zimmers und macht die kratzfüßigste Ver-beugung. Am rechten Ende des Gemäldes ergehensich zwei Hofdamen und ein Abbe, welcher derEinen ein Papier zu lesen giebt, vielleicht einSonett von eigner Fabrik, während er nach derAndern schielt. Diese spielt hastig mit ihrem Fä-cher, dem luftigen Telegraphen der Liebe. BeideDamen sind allerliebste Geschöpfe, die Eine mor-gcnröthlich blühend wie eine Rose, die Ändert etwasdämmerungssüchtig, wie ein schmachtender Stern.Im Hintergrund des Gemäldes sitzt ebenfalls schwaz-zcndcs Hofgesinde und erzählt einander vielleichtallerlei StaatSuntcrrocksgehcimnisse oder wettet viel-leicht, dass der Mazarin in einer Stunde todt sei.Mit Diesem scheint es wirklich zu Ende zu gehen;sein Gesicht ist lcichcnblass, sein Auge gebrochen,seine Nase bedenklich spitz, in seiner Seele erlischtallmählich jene schmerzliche Flamme, die wir Lebennennen, in ihm wird cS dunkel und kalt, der Flü-gelschlag des nächtlichen Engels berührt schon seineStirne; — in diesem Augenblick wendet sich zuihm die spielende Dame und zeigt ihm ihre Kar-ten und scheint ihn zu fragen, ob sie mit ihremKocur trumpfen soll?

Die zwei andern Gemälde von Delarochc gebenGestalten ans der englischen Geschichte. Sic sind