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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
Entstehung
Seite
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zumeist an die Bcttelbildcr des Murillo. Scharfge-schnittene Schatten, gewaltige, feste, ernste Striche,die Farben nicht geschwinde hingcfegt, sondern ruhig-kühn ausgelegt, sonderbar gedämpft und dennoch nichttrübe; den Charakter der ganzen Behandlung bezeich-net Shakspcarc mit den Worten: „Urs irrocksst/ obuntrere." Umgeben von brillanten Gemälden mitglänzenden Prachtrahmen, muffte dieses Stück umso mehr auffallen, da der Nahmen alt und von an-geschwärztem Golde war, ganz übereinstimmend'mitStoff und Behandlung des Bildes. Solchermaßenkonsequent in seiner ganzen Erscheinung und kontra-stierend mit seiner ganzen Umgebung, machte diesesGemälde einen tiefen melancholischen Eindruck aufjeden Beschauer, und erfüllte die Seele mit jenemunnennbaren Mitleid, das uns zuweilen ergreift,wenn wir aus dem erleuchteten Saal einer heiternGesellschaft Plötzlich hinaustreten auf die dunkleStraße, und von einem zerlumpten Mitgeschöpfeangeredet werden, das über Hunger und Kälte klagt.Dieses Bild sagt Viel mit wenigen Strichen, undnoch Viel mehr erregt es in unserer Seele.

S ch n e h

ist ein bekannterer Name. Ich erwähne ihn aber nichtmit so großem Vergnügen, wie den vorhergehenden,